Eingedrückte Seitenwand ist kein "Blechschaden"

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Eingedrückte Seitenwand ist kein „Blechschaden“. Foto: dpp-AutoReporter

Verkauft ein Gebrauchtwagenhändler einen Pkw mit dem Hinweis, dass der Pkw einen "Blechschaden" gehabt habe, der aber ordnungsgemäß repariert worden sei, so kann der Deal rückgängig gemacht werden, wenn sich herausstellt, dass es sich nicht nur um einen "Blechschaden" gehandelt hatte, sondern um einen schwereren Unfall. Ein Sachverständiger stellte fest, dass die Reparatur "nur durch Einsatz eines neuen Seitenblechs hätte ordnungsgemäß durchgeführt werden können", was hier aber nicht der Fall gewesen sei. Ferner wurden weitere starke Restverformungsspuren im innenliegenden Karosseriebereich festgestellt. Der Käufer war daher berechtigt, den Kaufvertrag rückabzuwickeln. (OLG Düsseldorf, 3 U 10/13) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)