Bei groben Fahrfehlern ist der Führerschein auch ohne Amtsarzt futsch

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Bei groben Fahrfehlern ist der Führerschein auch ohne Amtsarzt futsch. Foto: dpp-AutoReporter

Zwar ist ein hohes Alter eines Autofahrer (hier ging es um einen 95jährigen Mann) für sich genommen noch kein Grund, die Fahreignung anzuzweifeln. Allerdings sieht das anders aus, wenn der Mann nach einem Unfall auf einem Parkplatz (bei dem er das Gas- mit dem Bremspedal verwechselte) eine praktische Fahrprobe absolviert und die nicht besteht. Begeht der Mann bei der 30minütigen Probe zahlreiche Verkehrsverstöße (unter anderem ignorierte er mehrmals „Rechts vor Links") und fällt auch das Gutachten des Hausarztes negativ aus, so kann die Behörde die Fahrerlaubnis entziehen. Und zwar ohne ein zusätzliches amtsärztliches Gutachten einholen zu müssen. (VwG Düsseldorf, 4 L 484/15) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)