VDA Wissmann rechnet mit Abschreibung von 50% für Elektro-Firmenautos

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VDA Wissmann rechnet mit Abschreibung von 50% für Elektro-Firmenautos. Foto:dpp-AutoReporter

VDA-Präsident Matthias Wissmann rechnet damit, dass die Anschaffung von Elektroautos als Firmenwagen ab nächstes Jahr finanziell massiv gefördert wird. Der Bundestag solle der Initiative des Bundesrates folgen und eine Sonderabschreibung auf den Kaufpreis einführen, sagte Wissmann im Gespräch mit der Zeitschrift auto motor und sport. „Ich setze darauf, dass der Bundestag bald folgt und es dann zum 1. Januar 2016 eine Förderung für Elektroautos für Firmenwagen geben wird. Zur Diskussion steht eine 50-Prozent-Abschreibung im ersten Jahr."

Die Abschreibung für Firmenwagen würde den Absatz erheblich steigern, meint Wissmann. „Eine Sonder-AfA wäre für viele Fuhrparkmanager ein echter Anreiz, E-Fahrzeuge anzuschaffen", so der VDA-Präsident. „Gerade in diesem Sektor, etwa bei Zustelldiensten, macht die Elektromobilität ja großen Sinn." Dabei rechnet Wissmann damit, dass sich eine Sonderabschreibung durch höhere Verkaufszahlen von Elektroautos selbst finanziert. „Das wäre ein starker Hebel, der auf lange Sicht fiskalisch aufkommensneutral ist." Ob diese Abschreibung genügt, wolle der VDA in zwei Jahren zusammen mit der Bundesregierung überprüfen. „Wir sind uns mit der Bundeskanzlerin einig, dass wir in zwei Jahren überprüfen müssen, ob weitere Impulse im Markt nötig sind."

Allerdings genüge die finanzielle Förderung nicht, Elektroautos müssten zusätzlich bevorzugt werden, etwa durch Freigabe von Busspuren. „Ich finde, dass die Politik bei solchen Fördermaßnahmen viel zu zögerlich agiert", so Wissmann. (dpp-AutoReporter)