MPU: Auch Fußgänger riskiert seinen Lappen, wenn er ausrastet

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MPU: Auch Fußgänger riskiert seinen Lappen, wenn er ausrastet. Foto: dpp-AutoReporter

Wird ein Fußgänger aus seiner Sicht von einem Autofahrer geschnitten, als er eine Straße überqueren wollte und verfolgt er den Autofahrer bis zu einem Getränkemarkt, wo er aussteigt, so kann von ihm eine medizinisch-psychologische Untersuchung gefordert werden, wenn er dem Autofahrer ohne Vorwarnung ins Gesicht schlägt und einen weiteren Hieb mit der Faust nachlegt, als der Autofahrer fragte, „was das solle". Legt der Fußgänger der Fahrerlaubnisbehörde das Gutachten nicht vor, so kann er als nicht geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen angesehen und auch sein Führerschein eingezogen werden. Die Behörde habe die „MPU" zu Recht gefordert, „da es sich bei seinem Tun um eine erhebliche Straftat gehandelt habe, die einerseits im Zusammenhang mit der Kraftfahreignung steht und insbesondere Anhaltspunkte für ein hohes Aggressionspotential" biete". (VwG München, 6b S 3454/14) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)