Starker Auftritt: Die Renn-Stars von Opel beim Oldtimer Grand-Prix

Picture

Das grüne Opel-Monster von 1914 dröhnt mit 12,3 Litern Hubraum und 260 PS über den Nürburgring. Foto: GM/dpp-AutoReporter

Beim 43. AvD Oldtimer Grand Prix (7. bis 9. August 2015) auf dem Nürburgring wird die Opel Motorsport-Geschichte wieder lebendig - in Gestalt von Rallye-Autos aus 50 Jahren, Grand Prix-Rennwagen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, historischen und aktuellen Tourenwagen. Beim Rennwochenende in der Eifel gehen Kadett A, Ascona A, Kadett C GT/E und Kadett E GSi gemeinsam mit dem neuen GTC OPC aus der VLN-Langstreckenmeisterschaft zu Demofahrten auf die Rennstrecke. Dabei ist auch die zweitürige Rekord C Limousine mit dem schönen Spitznamen „Schwarze Witwe" - ein 110 kW/150 PS starker Spezial-Tourenwagen der Gruppe 5 von 1968.

Die Rallye-Geschichte von Opel begann bereits mit dem Kadett A. In den frühen Sechzigern waren es zunächst Privatfahrer, die als erste das sportliche Potenzial des 40 PS starken Kleinwagens erkannten und bei Rallyes und Marathon-Fahrten an den Start gingen. Die zweite Auflage des Kadett zementierte dann Opels Vormachtstellung im Breitensport und den Einstieg in den großen Motorsport: Aus dieser Zeit stammt das Opel Kadett B Rallye Coupé. Sein Nachfolger im Rallye-Sport war der Kadett C GT/E: Mit dem typisch gelb-schwarzen Coupé nahm Walter Röhrl an der Rallye-WM 1976 teil. Es folgte 1986 der frontgetriebene Kadett E, der in der seriennahen Gruppe A eingesetzt wurde. Mit dem 220 PS starken Kadett GSi aus dem Fundus von Opel Classic holte das Team Sepp Haider 1989 den Titel in der Deutschen Rallye-Meisterschaft.

Mit dem Ascona A ging es oberhalb der Kompaktklasse ebenfalls mächtig rund: 1974 wurden Röhrl/Berger sogar Europameister und holten 1975 bei der Rallye Akropolis den ersten Opel-Sieg bei einem Lauf zur Rallye-WM. Der siegreiche Röhrl Ascona A ist original beim Oldtimer GP dabei und der Star der diesjährigen Opel-Ausstellung.

Drei Rennwagen schlagen die Brücke zwischen dem GTC OPC von heute und den Anfängen des Motorsports in Rüsselsheim. Ein bei Opel Classic rekonstruierter Opel-Motorwagen 9/10 PS ging schon 1903 auf die Piste und belegte mit Fritz Opel am Steuer auf der Niederräder Pferderennbahn in Frankfurt in der ‚leichten Klasse II bis 10 PS‘ den ersten Platz. Von 1913 datiert der originale Grand Prix-Rennwagen, ein Urahn heutiger Formel 1-Rennwagen. Mit einem Vierzylindermotor mit vier Litern Hubraum, 16 V-förmig hängenden Ventilen sowie einer obenliegende Nockenwelle mit Königswellenantrieb war der Rennwagen vor über 100 Jahren Hightech pur. Der grüne Rennwagen von 1914 markiert mit 12,3 Litern Hubraum und 260 PS den Höhepunkt der GP-Wagen-Entwicklung in Rüsselsheim. All diese Meilensteine des Motorsports erwachen beim Oldtimer Grand Prix 2015 am Nürburgring wieder zu neuem Leben. (dpp-AutoReporter/wpr)