BMVI: Feldversuch Lang-Lkw ab sofort in zwölf Bundesländern

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Der Feldversuch des Bundesverkehrsministeriums zu Lang-Lkw wird erweitert. Foto: BMVI/dpp-AutoReporter

Lang-Lkw können in Deutschland ab sofort auf rund 90 zusätzlichen Streckenabschnitten fahren. Mit der 5. Änderungsverordnung zum Feldversuch Lang-Lkw weitet das Bundesverkehrsministerium (BMVI) das Positivnetz weiter aus, es erstreckt sich jetzt auf zwölf Bundesländer. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagt dazu: „Unser Feldversuch ist ein Erfolgsmodell. Wir haben das Positivnetz heute um rund 90 Strecken erweitert. Mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind damit ¾ der Bundesländer am Feldversuch beteiligt. Mein Ziel ist es, nach Abschluss des Feldversuchs mit den Lang-Lkws in den Regelbetrieb zu gehen."

Der Feldversuch Lang-Lkw wurde im Januar 2012 gestartet. Er wird von der Bundesanstalt für Straßenwesen wissenschaftlich begleitet und läuft bis Ende 2016. Als bisherige Ergebnisse nennt das BMVI Effizienzgewinne und Kraftstoffersparnisse zwischen 15 und 25 Prozent, zwei Lang-Lkw sollen drei reguläre Lkw ersetzen können. Dabei entstehen weder erhöhter Erhaltungsaufwand für die Infrastruktur, noch Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße, noch Probleme beim Bremsverhalten. Ferner gebe es keine Hinweise auf größeren Stress oder eine erhöhte psychologische Beanspruchung der Fahrer.

Aktuell sind 119 Lang-Lkw von 45 Unternehmen an dem Feldversuch des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur beteiligt. Die Bundesländer prüfen kontinuierlich Streckenwünsche interessierter Unternehmen auf Eignung für den Feldversuch. Das Streckennetz wird auf dieser Grundlage in regelmäßigen Abständen vom BMVI aktualisiert. Dies erfolgt im Rahmen einer Änderungsverordnung. (dpp-AutoReporter/wpr)