Beschleunigungs-Weltrekord für Elektrofahrzeuge geknackt

Picture

Beschleunigungs-Weltrekord für Elektrofahrzeuge geknackt. Foto: SKF/dpp-AutoReporter

Mit nur 1,785 Sekunden von 0 auf 100 km/h ist der bisherige Beschleunigungs-Weltrekord für Elektrofahrzeuge mit 2,13 Sekunden geknackt worden. Mit ihrem selbstgebauten Elektroauto haben Studenten des GreenTeams an der Uni Stuttgart den Beschleunigungs-Weltrekord zurück nach Deutschland geholt. Die Schwaben unterboten den bisherigen Guinness-Rekord des Akademischen Motorsportvereins an der ETH Zürich um gerade mal sechs Tausendstelsekunden: eine auch von SKF beeinflusste Entscheidung im technischen Grenzbereich.

Um die Leistung der „Hochschul-Schrauber" einordnen zu können, hilft ein Blick auf die Formel 1: Gemessen an den hochgezüchteten Boliden von Rosberg, Vettel und Co. beschleunigen die Studis etwa sechs Zehntel schneller. Eine Zehntelsekunde entspricht ungefähr einem menschlichen Wimpernschlag - und der stellt schon fast eine Ewigkeit dar, wenn man ihn zu den sechs Tausendsteln Vorsprung in Relation setzt, die das GreenTeam jetzt herausfahren konnte. „Die extremen Beschleunigungen und minimalen Unterschiede im Spitzenfeld der selbstgebauten Autos zeigen, dass die Studenten inzwischen in technische Grenzbereiche vorstoßen", so Manfred E. Neubert, Vorsitzender der Geschäftsführung der SKF GmbH. „Anders ausgedrückt: Was die Nachwuchs-Konstrukteure hier bauen, sind wirklich Meisterwerke der Ingenieurskunst!"

Zum Meisterwerk des GreenTeams hat die deutsche SKF mehr als 100 Komponenten beigesteuert. Dazu gehören unter anderem Lager und Dichtungen oder auch Gelenkköpfe. Viele davon sind unter Gewichts- und Reibungsgesichtspunkten optimiert. „SKF ist ja schon sehr lange mit dem Rennsport verbunden", erläutert Neubert, „und deshalb verfügen wir über erhebliche Erfahrungen im automobilen Höchstleistungsbereich. Beispielsweise statten wir heutzutage fast jedes Formel 1-Team mit extrem leistungsfähigen Lösungen aus. Umso mehr freue ich mich darüber, dass von unserem Know-how in der Königsklasse des Motorsports nun auch der Konstrukteurs-Nachwuchs profitieren konnte!" (dpp-AutoReporter)