Energie-Audit wird zur Pflicht

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Energie-Audit wird zur Pflicht. Foto: Dekra/dpp-AutoReporter

Für alle größeren Unternehmen wird noch vor Ende dieses Jahres ein Energieaudit zur Pflicht. Eine Gesetzesänderung fordert für alle Nicht-KMU bis zum 5. Dezember 2015 ein Audit nach der europäischen Norm DIN EN 16247-1. DEKRA weist darauf hin, dass nur speziell qualifizierte Energieberater das Audit durchführen dürfen: Dies wird zum Jahresende mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Engpässen in den Unternehmen führen.

Das Gesetz zur Änderung des EDL-G (Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen) hat am Freitag, 6. März, den Bundesrat passiert und tritt zeitnah in Kraft. Das Gesetz dient der Umsetzung der Europäischen Energieeffizienz-Richtlinie, die den Energieverbrauch in der Europäischen Union verringern soll. Die deutschen Unternehmen werden damit verpflichtet, von nun an alle vier Jahre ihre Energieverbräuche systematisch zu analysieren.

Von der Gesetzesänderung betroffen sind nicht nur produzierende Unternehmen, sondern auch Dienstleister. Einzige Voraussetzung: Sie liegen außerhalb der offiziellen KMU-Kriterien der EU, sie haben also beispielsweise mehr als 250 Mitarbeiter. DEKRA rät Unternehmen, sich frühzeitig mit der Aufgabe zu befassen. Dies betrifft vor allem Unternehmen mit mehreren Standorten.

Die Norm DIN EN 16247-1 legt die Standards für ein qualitativ hochwertiges Energieaudit fest. Es ist ein Werkzeug, um den Energieverbrauch in Unternehmen zu erfassen und Energieflüsse zu identifizieren Dies dient schließlich als Grundlage, um Einsparpotenziale in den Betrieben aufzuzeigen. Der Nachweis erfolgt über eine Bestätigung des Energieauditors. Eine förmliche Zertifizierung ist nicht vorgesehen. Unternehmen können den Nachweis auch über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder EMAS erbringen. (dpp)