Auslands-Unfallmeldungen: Zentralruf half 2013 fast 27.000 Mal

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Auslands-Unfallmeldungen: Zentralruf half 2013 fast 27.000 Mal. Foto: dpp-AutoReporter

Während bis 2009 aus Italien die meisten Unfallmeldungen deutscher Autofahrer mit einem ausländischen Unfallgegner beim Zentralruf der Autoversicherer in Hamburg eingingen, war seither Frankreich an die Stelle der Italiener getreten. Nunmehr liegen diese beiden Nationen fast gleichauf an der Spitze der besonders unfallträchtigen Länder für deutsche Autofahrer: 2013 wurden aus der Grande Nation 4.616 Unfälle in die Hansestadt gemeldet. In der Statistik geringfügig dahinter folgt Italien mit 4.605 Unfällen, dann mit deutlichem Abstand die Niederlande, die mit einem Anteil von 11,6 Prozent insgesamt 3.125 Unfälle mit deutscher Beteiligung ausweisen. Mit deutlichem Abstand stehen Österreich und Polen auf den Plätzen vier und fünf der Statistik, von dort meldeten deutsche Autofahrer 2.868 Mal bzw. 2.034 Mal einen Unfall. Allein diese fünf Länder machen damit 64 Prozent der insgesamt 26.935 gemeldeten Auslandsunfälle im Jahre 2013 aus. Italien, Frankreich und Österreich sind laut ADAC auch die beliebtesten Autoreiseziele der Deutschen, gefolgt von Spanien und Kroatien. Schlusslichter dieser Statistik sind Zypern, Island und Malta mit jeweils einer Unfallmeldung im Jahr 2013.

"Die unfallträchtigsten Monate für deutsche Autofahrer im Ausland sind die traditionellen Ferienmonate in den jeweiligen Ländern, wenn die nationalen und internationalen Reiseströme zusammenkommen. In den Monaten August und September erhält der Zentralruf seit Jahren die meisten Unfallmeldungen aus dem Ausland", erläuterte mit Blick auf die anstehende Urlaubssaison und den Ferienreiseverkehr Heiko Beermann, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungsgesellschaft, die den Zentralruf der Autoversicherer betreut, heute in Hamburg. So sei es auch 2013 gewesen: der August war mit durchschnittlich 125 Unfallmeldungen täglich der "gefährlichste Monat" für deutsche Autofahrer im Ausland (insgesamt 3.897 Unfälle), im September 2013 gab es 3.672 Hilferufe beim Zentralruf (122 täglich). Danach folgt der Juli mit 2.981 Unfallmeldungen aus dem Ausland.

"Wir wissen", so Beermann weiter, "dass über 50 Prozent der Deutschen mit dem eigenen Auto in den Urlaub fahren. 2013 waren es laut GfK-TravelScope exakt 51,3 Prozent. Gleichzeitig wissen wir aus einer von uns im Juni 2013 durchgeführten Befragung, dass die deutschen Autofahrer sehr nachlässig bei der Vorbereitung auf einen möglichen Unfall sind." Vor den ersten Ferienreisewellen ab Mitte Juni erinnerte er deshalb daran: Wer den Europäischen Unfallbericht nicht immer im Auto mitnehme, bringe sich selbst ohne Not in Probleme, das gelte ganz besonders bei einer Fahrt ins Ausland. Der EU-Unfallbericht hilft, einen Unfall präzise aufzuzeichnen und im Bild festzuhalten. Die unkomplizierte Protokollierung des Unfalls ist in mehreren Sprachen möglich. "Der Europäische Unfallbericht gehört in jedes Auto. Er ist kostenlos bei der eigenen Kfz-Versicherung erhältlich", so Beermann. Das Formular kann ebenfalls bei der GDV DL kostenfrei unter http://www.gdv-dl.de/infocenter.html bestellt werden. In jedem Fall sei es wichtig, "zumindest das gegnerische Kennzeichen, den Namen des Unfallgegners, dessen Versicherung und die Versicherungsnummer festzuhalten." (dpp-AutoReporter)