Langzeitspeicher: Strom und Wärme – wer speichert, spart

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Langzeitspeicher: Strom und Wärme – wer speichert, spart. Foto: Solvis-BHW/dpp

Blei-Säure- oder Lithium-Ionen-Akkus speichern Solarstrom über die Dauer eines Tages und speisen die Energie passend zum aktuellen Verbrauch wieder ins Hausnetz ein. Betreiber solcher Akkus können dadurch etwa doppelt so viel Solarstrom selbst nutzen wie Hausbesitzer ohne Speichersystem - ein deutlicher Effizienzgewinn. "Zur Zeit kostet die Anschaffung noch zwischen 8.000 und 10.000 Euro", erklärt Bernd Neuborn von BHW. "Der Staat vergibt hierzu Darlehen und Tilgungszuschüsse der KfW." Die Förderung beträgt 30 Prozent der Anschaffungskosten, maximal 3.000 Euro.

Der größte Energieverbrauch in einem privaten Haushalt entfällt nicht auf TV, Kühlschrank und Co. Vielmehr verwenden Bewohner 87 Prozent der Energie für Heizung und Trinkwasserwärmung. Das Potenzial der Speicherung von Solarwärme ist entsprechend groß, doch können Puffer- und Schichtenspeicher die Wärme nur einige Tage vorhalten - nicht bis zum nächsten Winter. Und Großspeicher mit mehreren Zehntausend Litern Fassungsvermögen rechnen sich nur für Wohnanlagen mit vielen Parteien. Eine Alternative für Einfamilienhausbesitzer sind Erdspeicher, die aus einem mehrschichtigen Leitungssystem bestehen.

Bei Neubauten werden solche Erdspeicher unterhalb des Hauses, bei Modernisierungen neben dem Haus installiert. Nach Herstellerangaben können sie 80 Prozent des Wärmebedarfs durch Sonnenenergie decken. BHW-Experte Neuborn erläutert: „Für einen Erdspeicher zahlen Eigentümer gegenwärtig rund 40.000 Euro, finanzieren können sie zum Beispiel mit zinsvergünstigten KfW-Darlehen." Eine hohe Investition - aber Experten haben errechnet, dass sie sich nach heutigen Brennstoffpreisen bereits innerhalb von sieben Jahren auszahlt. (dpp)