Energiemanagement: BMW und Viessmann gründen Joint Venture

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Passt scho‘: Der BMW i3 ist kompatibel mit allen gängigen Ladesäulen weltweit. Foto: BMW/dpp-AutoReporter

Die BMW Group und die Viessmann Group bieten künftig gemeinsam Lösungen zum Energiemanagement an. Unter der Marke ‚Digital Energy Solutions‘ bringen die beiden Unternehmen ihre Kompetenzen und Technologien ein, um das Energiesystem der Kunden hinsichtlich Nachhaltigkeit, Kosten und Versorgungssicherheit zu optimieren. Dies erfolgt in einem übergreifenden Ansatz unter Einbeziehung von Elektromobilität, Wärme/Kälte und Strom.

Die starken Veränderungen durch Dezentralisierung und Flexibilisierung in Verbindung mit einer umfassenden Digitalisierung ermöglichen neue Produkte und Dienstleistungen. Dazu bündeln die BMW Group und die Viessmann Group als Innovationsführer ihre Kompetenzen und Technologien in dem Joint Venture Digital Energy Solutions, das Kunden darin unterstützt, Energieflexibilität zu identifizieren, zu schaffen und zu vermarkten.

Beide Unternehmen sind an dem Joint Venture mit Sitz in München zu jeweils 50 Prozent beteiligt und stellen jeweils einen Geschäftsführer. Zunächst richtet sich das Angebot von Digital Energy Solutions an kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie und Gewerbe und steht Kunden in Deutschland und Österreich zur Verfügung.

Bei der Entwicklung ihrer neuen digitalen Energiemanagement-Lösungen können beide Joint-Venture-Partner auf umfangreiches Know-how aus dem eigenen Unternehmen zurückgreifen. So ist die BMW Group mit BMW i Vorreiter in der Elektromobilität und stellt mit ChargeNow den weltweit größten Service für den Zugang und die Nutzung von öffentlicher Ladeinfrastruktur. Darüber hinaus plant das Unternehmen, die Integration von neuen und gebrauchten Hochvoltbatterien für intelligente, stationäre Stromspeicher als eigenständiges Geschäftsfeld auszubauen. Mit dem globalen Trend zu Erneuerbaren Energien wird zwangsläufig der Bedarf zur Zwischenspeicherung von Strom stark steigen, hierbei wird auch die Elektromobilität eine zunehmende Rolle spielen.

Als zentralen Baustein nutzt das Joint Venture ein von der BMW Group neu entwickeltes IT-System zum intelligenten Management von Energiesystemen (Smart Energy Backbone). In ihrem globalen Produktionsnetzwerk setzt die BMW Group bereits sehr erfolgreich auf ein eigenes intelligentes Energiedaten-Management, das zu weniger Stromverbrauch, mehr Produktionssicherheit und höherer Produktqualität führt.

Auch dadurch konnten in der Produktion der BMW Group die CO2-Emissionen je produziertem Fahrzeug zwischen 2010 und 2014 um über ein Viertel gesenkt werden. Dabei baut das Unternehmen verstärkt auf Eigenerzeugung und auf Energie aus lokalen regenerativen Quellen. 2014 stammten bereits 51 Prozent des von der BMW Group fremdbezogenen Stroms aus erneuerbaren Energien - Ziel ist ein Anteil von 100 Prozent.

Die Viessmann Group hat bereits vor Jahrzehnten die Nachhaltigkeit als einen ihrer zentralen Unternehmenswerte definiert. In diesem Zusammenhang wurden im Rahmen eines Leuchtturmprojekts am Unternehmensstammsitz der Ausstoß von CO2 um 80 Prozent reduziert, die Nutzung von fossilen Energieträgern um 70 Prozent gemindert und der Anteil erneuerbarer Energien auf mehr als 60 Prozent gesteigert.

Bei der Entwicklung solch zukunftsweisender Energiekonzepte für andere Unternehmen gehören für Viessmann die Beratung, die Planung und die Realisierung zusammen. Das bedeutet für die Praxis, dass grundsätzlich Komplettlösungen aus einer Hand angeboten werden. Viessmann betrachtet das Gesamtunternehmen mit all seinen Energieverbräuchen von einzelnen Fertigungsprozessen bis zum gesamten Standort. So entsteht ein integriertes, messbares Energiekonzept. (dpp-AutoReporter/wpr)