Fahrbericht Kia Sorento 2,2 CRDI AWD: Eine gestandene Größe

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Der neue Kia Sorento überzeugt mit 10 cm Längenzuwachs. Foto: Kia/dpp-AutoReporter

Obwohl der Trend eher dahin geht, SUVs in immer kleineren Automobilklassen zu präsentieren, entscheidet sich Kia mit der dritten Generation des Sorento einen anderen Weg einzuschlagen - so zeigt sich der neue Sorento länger, flacher und breiter als zuvor.

Wenngleich der neue Sorento seine Konkurrenz als Straßenwolf einschüchtern soll, ist die von Kia eingeführte „Tigernase" noch deutlich zu erkennen. Nichts desto trotz ist er mit seinen zeitlos klaren Linien und dem hochwertigen Kühlergrill im 3D-Design eine imposante Erscheinung, ohne mit seiner Größe zu protzen.

Der wohl größte Vorteil der um fast zehn Zentimeter gewachsenen Karosserie ist das größere Platzangebot. So genießen Fahrer wie Passagiere reichlich Beinfreiheit im 4,78 Meter langen SUV. Trotz der etwas niedrigeren Dachlinie konnte die Kopffreiheit durch neu strukturierte Sitzkissen in allen drei Sitzreihen noch vergrößert werden. Zusätzlich bietet der Sorento mit einem Gesamtvolumen von 1732 Litern beim Fünfsitzer deutlich mehr Platz fürs Gepäck.

Generell hat sich im Innenraum eine Menge getan - deutlich moderner und hochwertiger sieht es nun im Innern des Sorento aus. Platz genommen werden darf auf bequemen Vordersitzen mit gutem Seitenhalt, die wahlweise belüftet oder beheizt werden können. Das Cockpit wirkt übersichtlich und überfordert den Fahrer nicht mit 100 verschiedenen Knöpfen. Qualitativ hochwertige Oberflächen, sauber sitzende Tasten sowie ein klar gestaltetes Armaturenbrett zeigen stehen für eine Kabine auf Premium-Niveau.

Unter der Haube sorgt der bekannte, aber überarbeitete 2,2-Liter-Diesel für ordentlich Schubkraft. Der Vierzylinder leistet nun 147 kW/200 PS und bietet ein Drehmoment von maximal 441 Newtonmetern ab 1750/min. Die 200 PS sorgen für ein zügiges Vorankommen und ordentlich Zugkraft. Mit Frontantrieb und Schaltgetriebe beschleunigt der Kia Sorento 2.2 CRDi problemlos in 8,7 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer.

Hörbar wird der Sorento erst im höheren Drehzahlbereich - den man bei alltäglichen Fahrten allerdings kaum braucht. Auch der Verbrauch des leisen Riesen kann sich sehen lassen. Im Test waren es etwa 7,9 Liter Diesel - eine gute Leistung für ein Fahrzeug dieser Gewichtsklasse.

Der Sorento 2,2 CRDI AWD in der Ausstattung Spirit kostet 43.990 Euro. Die Einstiegsausstattung Silver, die bereits mit Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Leichtmetallfelgen und Navigationssystem angeboten wird, ist ab 40.990 Euro erhältlich.

Der neue Kia Sorento bietet mehr Ausstattung, mehr Komfort und mehr Platz als zuvor. Größenmäßig kann man ihn schon zu den Full-Size SUV zählen, die preislich meist über dem Sorento liegen. Mit seinem elegant-luxuriösen Interieur bestätigt Kia seinen Anspruch, in Sachen Qualität ganz vorne mitzuspielen. (dpp-AutoReporter/SarahGrassmann)