Sonderausstellung ‚Safety Cars‘ im Mercedes-Benz Museum

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Mercedes-AMG GT S mit Bernd Mayländer als offizielles Formel-1-Safety Car 2015. Foto: Daimler/dpp-AutoReporter

Am 1. Dezember 2015 eröffnet die Sonderausstellung „Safety Cars" im Mercedes-Benz Museum. Sie würdigt die Geschichte der Mercedes-Safety Cars im Motorsport. Seit 1996 stellt die Marke lückenlos in der Formel 1 diese besonderen Fahrzeuge. Die Ausstellung mit insgesamt 14 Originalen, zu denen auch Safety Cars aus der DTM sowie Medical Cars gehören, wird bis zum 17. April 2016 gezeigt. Gaststar ist ab Mitte Dezember das aktuelle Safety Car der Formel 1, der Mercedes-AMG GT S (C190). Stammpilot der schnellen Sicherheitsautos ist seit der Saison 2000 der Rennfahrer und Mercedes-Benz-Markenbotschafter Bernd Mayländer.

Die Ansprüche an ein Safety Car im modernen Motorsport sind hoch: Das Fahrzeug rückt in kritischen Situationen aus (beispielsweise nach einem Unfall oder während extrem schlechtem Wetter), setzt sich vor das Feld und führ dieses mit einer für die Rennwagen sicheren Geschwindigkeit an. In solchen Safety Car-Phasen wird zwar langsamer gefahren als im Rennen, das durchschnittliche Tempo liegt allerdings noch immer bei weit über 200 km/h. Grund dafür ist, dass die Reifen und Bremsen der Rennwagen nicht zu sehr abkühlen sollen, während sich gleichzeitig die Motoren nicht mangels Fahrtwind überhitzen dürfen.

Die sportlichen Spitzenmodelle von Mercedes-AMG bringen die notwendige Leistung mit, um diese extremen Anforderungen souverän erfüllen zu können. Neben der Ausrüstung mit Sicherheits- und Kommunikationstechnik werden die Hochleistungs-Sportfahrzeuge von Mercedes-AMG für den Einsatz als Safety Car daher auch nur unwesentlich gegenüber der Serienversion modifiziert.

Safety Cars werden in der Formel 1 erst seit den 1990er-Jahren regelmäßig eingesetzt. Seit 1996 stellt sie Mercedes-Benz kontinuierlich. Das gilt ebenso für die Medical Cars der Formel 1. In diesen Fahrzeugen, notfallmedizinisch ausgerüstete T-Modelle von Mercedes-AMG, können Notärzte und Rettungsassistenten bei einem Unfall in kürzester Zeit zum Einsatzort gelangen. Medical Cars wurden in der Ära des Formel 1-Chefarztes Sid Watkins (bis 2004) eingeführt. Der Neurochirurg gilt als Erfinder dieser Fahrzeuge und hat auch viele andere Maßnahmen für eine höhere Sicherheit im Motorsport durchgesetzt. (dpp-AutoReporter/wpr)