Kia Fünfjahresplan

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Kia will führender Anbieter von umweltfreundlichen Fahrzeugen werden. Foto: Kia/dpp-AutoReporte

In den kommenden fünf Jahren will Kia Motors sein Angebot an emissionsarmen Fahrzeugen deutlich ausbauen und stellt nun konkrete Ziele und Details dieser Strategie vor. Die „Green Car Roadmap" unterstreicht die Ambitionen des Herstellers, sich bis 2020 weltweit als ein führender Anbieter von umweltfreundlichen Fahrzeugen zu positionieren. Kia rechnet damit, dass im Zuge dieses Fünfjahresplans die Investitionen in Forschung und Entwicklung von kraftstoffsparenden Technologien und neuen Produkten weiter steigen werden - mit dem Ziel, eine Reihe von neuen Modellen und modernen Antriebskonzepten für die internationalen Märkte zu entwickeln.

Die Hyundai Motor Group, der Mutterkonzern von Kia Motors, plant insgesamt bis 2020 Investitionen von umgerechnet 10,2 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung neuer umweltfreundlicher Modelle und die Errichtung der neuen Anlagen, die dafür erforderlich sind.

„Der für die Zukunft prognostizierte Ölpreis-Anstieg wird weltweit die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigern, daher wird der Markt für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge in den kommenden Jahren stark wachsen. Die jetzt bekannt gegebenen Pläne werden Kia ermöglichen, diese wachsende Nachfrage mit einer Reihe von zukunftsweisenden Produkten und Technologien zu bedienen", sagt Ki-Sang Lee, Senior Vice President des Eco Friendly Vehicle R&D Center der Kia Motors Corporation. „Wir glauben nicht, dass es in der Automobilindustrie eine Patentlösung für emissionsarme Fahrzeuge geben wird. Wir gehen vielmehr davon aus, dass über einen längeren Zeitraum unterschiedliche umweltfreundliche Antriebskonzepte im Wettbewerb stehen werden. Die Pläne, die wir jetzt bekanntgegeben haben, unterstreichen die Entschlossenheit von Kia, ein weltweit führender Anbieter im Bereich dieser zukunftsweisenden Antriebstechnologien zu werden."

Die ersten neuen Kia-Modelle, die in die Kategorie besonders umweltschonender Fahrzeuge fallen, werden die Plug-in-Hybrid-Version der Limousine Kia Optima und der neue Hybrid-Kompakt-SUV Kia Niro sein. Zum Antriebsstrang des Kia Optima PHEV gehören neben dem Verbrennungsmotor ein Elektromotor, eine Lithium-Polymer-Batterie mit hoher Kapazität und ein Sechsstufen-Automatikgetriebe. Beim Kia Niro, den der Hersteller als Hybrid Utility Vehicle bezeichnet, ist das Entwicklungsziel eine kombinierte CO2-Emission von unter 90 Gramm pro Kilometer.

Auch die Einführung eines Brennstoffzellenfahrzeugs, das in größeren Stückzahlen gefertigt wird und die Brennstoffzellen-Technologie der nächsten Generation an Bord haben wird ist für 2020 vorgesehen. Bei der Entwicklung dieser Technologie für die internationalen Märkte arbeitet Kia mit rund 300 Partnerunternehmen zusammen. Zur Einführung des FCEV-Modells rechnet Kia mit einer Jahreskapazität von rund 1.000 Einheiten und geht davon aus, dass diese Zahl mit wachsender Nachfrage nach Brennstoffzellenfahrzeugen steigen wird.

Auch die bereits bestehende Motorenpalette wird bis 2020 weiter optimiert. So plant Kia in den nächsten fünf Jahrensieben der zehn aktuellen Motor-Baureihen durch Benzin- und Dieseltriebwerke der nächsten Generation zu ersetzen und die Zahl der turboaufgeladenen Motoren weiter zu erhöhen. (dpp-AutoReporter/sgr)