TÜV Rheinland: Drei von vier Autos in NRW erhalten die Prüfplakette sofort

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73,5 Prozent aller geprüften Autos bestehen die Hauptuntersuchungen auf Anhieb. Foto: TÜV/dpp-AutoReporter

Positiver Trend für mehr Verkehrssicherheit: In Nordrhein-Westfalen haben in diesem Jahr 73,5 Prozent aller Autos die Hauptuntersuchung bei TÜV Rheinland auf Anhieb geschafft. Dies geht aus der aktuellen Analyse von TÜV Rheinland an seinen Servicestationen in NRW hervor. Danach ist die Qualität der gebrauchten Pkw in NRW schlechter als der Bundesdurchschnitt (22,7 Prozent) mit erheblichem Mangel. Gegenüber dem Vorjahr ist die Quote der Autos mit erheblichen Mängeln in NRW gefallen - von 29,0 auf derzeit 26,5 Prozent. Die zuverlässigsten zwei- und dreijährigen Fahrzeuge sind im Jahr 2015 Mercedes B-Klasse, Mercedes GLK und Mercedes SLK.

Häufig entdeckten die Kfz-Experten des TÜV Rheinland bei der Hauptuntersuchung Defekte an Beleuchtung, an Bremsen, Auspuff sowie Achsen, Rädern und Reifen. Dies geht auch aus dem am 6. November 2015 erscheinenden AutoBild TÜV Report 2016 hervor, der im Detail die Qualität von 233 besonders beliebten Gebrauchtwagentypen für ganz Deutschland beschreibt. Der populäre Ratgeber ist an den Servicestationen von TÜV Rheinland und im Zeitschriftenhandel für 4,50 Euro erhältlich.

Die Sachverständigen der verschiedenen TÜV-Unternehmen stellten für 2015 im Bundesdurchschnitt bei 22,7 Prozent aller Autos erhebliche Mängel fest. Diese Autos erhalten keine TÜV-Plakette. Ein Jahr zuvor waren es 23,5 Prozent. Untersucht wurden 8,8 Millionen Fahrzeuge.

Die Streuung der Mängelrate je Altersklasse zwischen dem besten und dem schlechtesten Pkw ist sehr groß: Bei Fahrzeugen bis drei Jahren Alter beträgt die Spanne 2,8 bis 14,6 Prozent, bis fünf Jahre von 5,7 bis 28,1 Prozent, bis sieben Jahre von 8,9 bis 34,6 Prozent, bis neun Jahre von 11,7 bis 35,1 Prozent sowie bis elf Jahre von 13,9 bis 44,0 Prozent.

Bei Wartung und Instandhaltung des Automobils, insbesondere bei älteren Fahrzeugen, wird gespart. Das ist dadurch erklärbar, dass die Reparaturkosten den Zeitwert schnell erreichen oder sogar übersteigen. Sicherlich fließen hier auch Daten von Fahrzeugen ein, deren Halter im Vorfeld klären will, ob eine Reparatur noch wirtschaftlich ist. Allerdings: „Der Aufschub von Reparaturen oder das Nichtreparieren von Mängeln ist sehr riskant", so Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, Bereichsvorstand Mobilität Deutschland bei TÜV Rheinland. (dpp-AutoReporter/wpr)