Porsche ist mit 919 Hybrid Langstrecken-Weltmeister 2015

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Siegertypen von Shanghai: Porsche 919 Hybrid und Bernhard/Hartley/Webber. Foto: Porsche/dpp-AutoReporter

Mit dem fünften Saisonsieg in Folge hat Porsche mit dem innovativen 919 Hybrid in Shanghai (China) am Sonntag vorzeitig den Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft geholt. Mit 308 Punkten ist der Stuttgarter Sportwagenhersteller bereits ein Rennen vor dem Saisonfinale in Bahrain (21. November) nicht mehr einzuholen. Porsche setzte sich im Gesamtklassement gegen Audi (238 Punkte) und Toyota (137) durch. Für das Unternehmen ist es der 13. Langstrecken-WM-Titel insgesamt und der erste seit 1986. Zwischen 1964 und 1986 gewann Porsche zwölfmal die damalige Sportwagen-Weltmeisterschaft.

Der siebte von acht WM-Läufen der FIA World Endurance Championship (WEC) wurde als Sechsstundenrennen auf dem Formel-1-Kurs von Shanghai ausgetragen. Die siegreichen Piloten mit dem zukunftsweisenden Prototypen waren Timo Bernhard (Deutschland), Brendon Hartley (Neuseeland) und der ehemalige Formel-1-Pilot Mark Webber (Australien). Im zweiten 919 Hybrid machten Romain Dumas (Frankreich), Neel Jani (Schweiz) und Marc Lieb (Deutschland) den vierten Doppelerfolg der Saison für Le-Mans-Rekordsieger Porsche perfekt.

Der diesjährige Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am 14. Juni und der Gewinn der Weltmeisterschaft gelangen deutlich früher als erwartet. Als einziger deutscher Automobilhersteller sowie einziger Sportwagenhersteller weltweit konnte Porsche schon 2014 drei Plug-In-Hybrid-Modelle im Premium-Segment anbieten (918 Spyder, Cayenne, Panamera) und kehrte im selben Jahr in den Spitzensport zurück. Anreiz war das bahnbrechende Effizienzreglement der WEC, das anspruchsvollste Hybridisierung für werkseitig eingesetzte Prototypen vorschreibt und ihren Energieverbrauch streng limitiert. Innerhalb kürzester Zeit wurde am Entwicklungsstandort Weissach eine komplett neue Infrastruktur mit einem Team von 230 Mitarbeitern geschaffen.

In der Klasse GTE-Pro für seriennahe Sportwagen, in der Porsche in der WEC gegen Aston Martin und Ferrari antritt, siegte der Porsche 911 RSR mit Richard Lietz (Österreich) und Michael Christensen (Dänemark). Den dritten Platz belegten die französischen Porsche-Piloten Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet. Die Titelentscheidung in dieser Kategorie fällt beim Saisonfinale. (dpp-AutoReporter/wpr)