Optimierte Reinigungswirkung: Der Vier-Wege-Katalysator

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Der Vier-Wege-Katalysator besteht aus einem Keramikträger, der mit Edelmetallen beschichtet ist. Foto: BASF/dpp-AutoReporter

Die Euro-6-Norm der Europäischen Kommission setzt neue Richtlinien für saubere Luft. Partikelemissionen von Benzinmotoren werden stärker kontrolliert. Der Vier-Wege-Katalysator der BASF, kurz FWCTM (fourway conversion catalyst), hilft, die Vorgaben einzuhalten.

Hierzu haben BASF-Forscher den Drei-Wege-Katalysator weiterentwickelt und dessen Reinigungswirkung optimiert: „Der FWCTM vereint alle wichtigen Eigenschaften auf einem Bauteil und benötigt weniger Platz", betont Dr. Klaus Harth, verantwortlich für die Forschung an Automobilkatalysatoren bei der BASF. Auch baut der FWCTM nur geringen Gegendruck für durchströmendes Gas auf - in der Automobilindustrie ein wichtiger Aspekt: Unter starkem Widerstand für Abgasströme leiden die Leistungsfähigkeit des Motors und der Kraftstoffverbrauch.

Katalysatoren bestehen aus einem speziellen Keramikträger, dem sogenannten Monolithen. Beim FWCTM werden die porösen Innenwände des Monolithen gezielt mit katalytisch aktiven Partikeln beschichtet. Diese sorgen dafür, dass Kohlenmonoxid, unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Stickoxide in Wasser, Stickstoff und Kohlendioxid umgewandelt werden. Die Monolithwand fungiert zudem als Rußpartikelfilter. Auch nach über 160.000 Fahrkilometern säubert der FWCTM Abgasströme innerhalb der strengen Emissionsvorgaben einwandfrei.

Das vorgestellte System befindet sich nun in der Entwicklungsund Testphase bei den Automobilherstellern - immer mit Blick auf die Serienproduktion: „In wenigen Jahren wird unser System zur gängigen Technologie zählen", so Harth. (dpp-AutoReporter)