Nervosität nach Abgasskandal: Rückwirkende Aktualität für Sprinter-Rückruf

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Mercedes dementiert den Einsatz spezieller Software zur Manipulation von Abgastests. Foto: dpp-AutoReporter

Bereits im Juni 2015 hat es eine Kundendienstmaßnahme für den Mercedes Sprinter der Fünf-Tonnen-Klasse gegeben, in deren Verlauf ‚abgasrelevante Steuergeräte mit einer optimierten Software‘ aktualisiert wurden. Die Zeitung ‚Welt am Sonntag‘ berichtet darüber, dass Daimler die Halter von rund 11.000 Sprinter in die Werkstatt gebeten hatte, weil es bei der Programmierung zu einem Fehler gekommen sei. Mögliche Unannehmlichkeiten mit Behörden und Prüforganisationen sollten ausgeschlossen werden. Daimler betont, dass die Maßnahme Nichts mit Manipulationen der Software zu tun habe. Die Zeitung zitiert Mercedes-Transporter-Chef Volker Mornhinweg: „Einige der Diagnosegeräte für eine Hauptuntersuchung der Prüfer konnten mit den Systemen in den Fahrzeugen nicht kommunizieren. Deshalb wurde die Software für die Datenübertragung aktualisiert".

Mornhinweg konzedierte laut dem Bericht, dass die Formulierung in dem Juni-Schreiben angesichts des aktuellen Abgasskandals bei Volkswagen unglücklich formuliert sei und Kunden den Inhalt falsch verstehen könnten. Bei 6000 der Transporter sei die Software auf dem Stand, die Besitzer der 5000 restlichen betroffenen Fahrzeuge wolle man zeitnah über den aktuellen Sachverhalt informieren. (dpp-AutoReporter/wpr)