Wird ein Pferd "geführt", wird es nicht "geritten"

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Wird ein Pferd "geführt", wird es nicht „geritten“. Foto: dpp-AutoReporter

Wer ein Pferd von einem ausgewiesenen Reitweg aus zu Fuß am Zügel zu einer Wiese führt, der "reitet" es nicht - und darf deshalb auch nicht wegen „unerlaubten Reitens auf einem nicht zum Reiten ausgewiesenen Weg" zu einer Geldbuße verdonnert werden. Das hat das Oberlandesgericht Dresden entschieden, nachdem die Vorinstanz noch davon ausgegangen war, dass das Führen eines Pferdes mit dem Reiten desselben gleichzusetzen sei. Richtig sei, dass unter dem Begriff "Reiten" die Fortbewegung des Menschen auf einem Tier verstanden werde, das "Führen" diene nicht der Fortbewegung... (OLG Dresden, 26 Ss 505/15-Z) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)